Redaktion "Blickpunkt Bildung"
Dieter SemprichLiebe Kollegin, lieber Kollege,
liebe Leserin, lieber Leser!
Zu meiner Person: Ich betreue seit November 2007 unsere Verbandszeitschrift „Blickpunkt Bildung“, die seit diesem Datum im neuen Gewand daherkommt. Dadurch ergab sich, dass ich bei unseren Presseerklärungen und -konferenzen mitgeholfen habe und mich nun mit diesen Zeilen an Sie wende.
Kontakt: info@dl-hamburg.de und d.semprich@freenet.de oder telefonisch unter 25 52 72 in unserer Geschäftsstelle in der Papenstraße 18.
Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie immer in dieser Rubrik.
Zum guten Schluss:
In der Kolumne „Meine Meinung!“ möchten wir Ihre Meinung hören und wünschen uns Ihre Beiträge. Ich fange schon einmal an.
Mit kollegialen Grüßen!
Dieter Semprich
Ihre Meinung ist uns wichtig
Kommentare
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High Noon für Senator Rabe auf Der GEW-Veranstaltung am 14.11.2011 in der Winterhuder Stadtteilschule
Die GEW hat ihr alt bekanntes Doppelgesicht gezeigt. Unter der alten Regierung drückte sie mit ihrer Lobbyarbeit bei der GAL das Gesetz zur Inklusion und eine überstürzte Durchführung der Öffnung der Schulen für alle Schülerinnen und Schüler mit Handicaps durch. Im Nachgang profilierte sie sich dann sofort wieder auf Kosten des neuen Senators, dem sie vorwarf nicht genügend Ressourcen und keine Konzepte zur Verfügung zu stellen. Die Scheinheiligkeit der GEW ist unerträglich!
Wieder einmal stellt sich die Frage, wem dient die bildungspolitische Lobbyarbeit der GEW eigentlich. Offensichtlich v.a. dem Ego des Vorsitzenden. -
Dieses Angebot ist ein Witz. Das ist eine Bezahlung im Niedriglohnsektor. Dafür würde mein Klempner keinen Finger rühren. Er nimmt 80 € pro Stunde + plus Anfahrtszuschlag.
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Zum Rosenboom –Aufruf.
Das Angebot, sich zum attraktiven Preis von 15,97€ als Nothelfer für reformgeschädigte Schüler zu verdingen, rührt mich, aber ich halte es in jeder Hinsicht für unseriös. Der Preis für eine Förderstunde müsste sich unter Orientierung am Lehrergehalt in einer ganz anderen Dimension bewegen.
Abgesehen davon fehlen wichtige Informationen über die Auswirkungen des zusätzlichen Verdienstes. Wichtige Fragen werden nicht angesprochen, z.B.
- Wieviel darf ich dazu steuerfrei dazu verdienen?
- Welchen Einfluss hat der Nebenverdienst auf die Höhe der Pension?
Man kehrt wohl kaum im jugendlichen Alter von 63, frisch und munter, im vollen Besitz meiner körperlichen und geistigen Kräfte unter Verzicht auf ca. 200€ monatlich der Schule vorzeitig den Rücken zu, um nun den Karren aus dem Dreck zu ziehen, der in den letzten Jahren gezielt, ohne Rücksicht auf Schüler, Eltern und Lehrer hineinmanövriert wurde.
Bei mir –und anderen geht es ähnlich- sieht die Realität so aus: 40% Schwerbehinderung erworben im Dienst. Ein Blick in die Daten der aktiven Kollegen würde offenbaren wie viele bereits ‚freiwillig’ ihre Arbeitszeit reduziert haben, um zu den Schulalltag zu bewältigen. (20% entspricht etwa 500€).
Was spricht eigentlich dagegen, Schülern, die gescheitert sind, eine neue Chance in neuer Umgebung zu geben? Es fördert keineswegs das Selbstbewusstsein, wenn man immer der Letzte ist. Auch das ist vermutlich kostspieliger, also blenden wir lieber mit technisch nicht ausgereiften Entwicklungen wie Smartboards, deren Folgekosten den aktuellen Haushalt noch nicht belasten. Als Klassenlehrer hatte ich oft Gelegenheit erfolgreiche Wiederholungen einer Klasse zu beobachten.
In jedem Fall ist das eine mehr Erfolg versprechende Lösung als wenn in den Nachmittagsstunden nach einem voll gepackten Arbeitstag Pensionäre den Schülern, die den Anschluss verloren haben, zu geistigen Höhenflügen zu verhelfen sollen.
Das Porto des Schreibens von 1.45 € für eine bedruckte Seite im Großformat dokumentiert wie weltfremd man in der Behörde mit Geldern umgeht. Frauke Aust. -
Der Redaktionsleiter leistet sehr gute Arbeit
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Ich würde mir weniger Bildungs- jedoch mehr Gewerkschaftspolitik in Ihren Publikationen wünschen-
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Ich würde mir wünschen, dass es in der Zeitschrift "Blickpunkt Bildung" mehr Informationen für Referendare und Studenten geben würde
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Meine Meinung: „Wie mööt oppassen!“
Man muss kein in der Wolle gefärbter Sozialdemokrat sein, um an dem Wahlausgang vom 20. Februar ein Stück weit Gefallen zu finden: Zu viel Unmut, ja Zorn, hatte sich angestaut über die Art, wie in Hamburg mindestens seit dem 18. Juli 2010, dem Tag des Volksentscheids und der schmählichen Flucht aus der Verantwortung des 1. Bürgermeisters, regiert bzw. nicht regiert wurde.
Deshalb bin ich der Ansicht, dass es für unsere wunderbare Stadt gut ist, dass der Souverän nicht nur die CDU, sondern auch die GAL für einige Zeit von der Regierung ferngehalten hat.
Es muss aus bildungspolitischer Sicht jedoch sehr aufmerksam beobachtet werden, ob die SPD jetzt, wie versprochen, wirklich umsteuert; weg von teuren Prestigeprojekten hin zu den Aufgaben, die die Bürger dieser Stadt wollen und brauchen, z. B. Hort- und Kitaplätze, die mindestens in der Kernzeit kostenlos sind.
Eine Formulierung aus dem Wahlkampf: Ein kostenloser Kitaplatz ist billiger als ein Platz in der JVA Hahnöfer Sand.
Ebenso aufmerksam muss beobachtet werden, ob das Flügelschlagen in der neuen Regierungspartei so heftig ist, dass damit der Staub von den Ablagekörben mit der Aufschrift „Primarschulreform“, besser bekannt als Anleitung zur Chaotisierung des Hamburger Schulsystems, geblasen wird. Dem müsste dann, wenn nötig, kraftvoll entgegen getreten werden.
Wobei damit nichts gegen längeres gemeinsames Lernen, von unten hoch wachsend, mit vorlaufender Lehrerbildung, den nötigen Ressourcen und bundesweit abgestimmt, gesagt werden soll.
In diesem Sinne muss man auch kein Anhänger der FDP sein, um zu begrüßen, dass sie wieder in der Bürgerschaft vertreten ist und ein wachsames Auge auf die Schulpolitik des neuen Senates haben wird. Schließlich war sie die einzige Partei, die sich gegen das geplante Schulchaos gestemmt hat. Die CDU ist mir da (noch) nicht glaubwürdig genug.
Über Ihre Meinung, Ihren Kommentar, Ihre Gegenrede in dieser Rubrik würde ich mich freuen.
Karen Neustädt, 21.02.2011
