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Altersentlastung für Lehrer ? nur nicht in Hamburg!

18.09.2009 – Der Deutsche Lehrerverband Hamburg (DLH) hat gestern das u. a. Schreiben zur Altersentlastung an die Senatorin für Schule und Bildung, Frau Goetsch, gesandt.
?Ohne die Wiedereinführung der Altersentlastung kann die inhaltliche Ausgestaltung der geplanten Reform nicht gelingen?, so Matthias Oehlrich, der Vorsitzenden des DLH, ?und das müsste doch das Anliegen der Senatorin sein.?
Tatsache ist, dass ein Drittel der Hamburger Lehrer an allgemeinbildenden Schulen über 55 Jahre alt ist und die Rückgabe ihrer Altersermäßigung zwei- bis dreihundert neue Stellen erfordern würde.
Und dazu ist man nicht bereit, weil wegen der Primarschulreform höchstens 300 zusätzliche Lehrerstellen bereitgestellt werden sollen.
?Wenn die BSB einerseits verkündet, dass Hamburg nicht alle Bewerber einstellen kann, andererseits jedoch eine Sparreform und bei über 5.000 älteren Kolleginnen und Kollegen Unterrichtsaufall und das Gefühl, ?verschaukelt? zu werden, in Kauf nimmt, dann stimmt etwas nicht?, führte Matthias Oehlrich weiter aus.


Sehr geehrte Frau Goetsch,

vor dem Umbau kommt der Mensch!
Deshalb fordert der DLH Sie noch einmal auf, den Kolleginnen und Kollegen eine Form der Altersentlastung zurückzugeben.
Wir tun das stellvertretend für unsere Kolleginnen und Kollegen im DLH und in inhaltlicher Übereinstimmung mit der GEW.
Wir werden aber im Gegensatz zu dieser als Beamtengewerkschaft und Mitglied im dbb unseren Mitgliedern nicht empfehlen, wegen des Protestes gegen den fortdauernden Wegfall der Altersentlastung dem Dienst fernzubleiben.
Gleichwohl fordern wir Sie in aller Entschiedenheit auf, die Altersentlastung endlich wieder zurückzugeben.

Wir möchten Sie daran erinnern,

 dass das Altersteilzeitmodell, ehemals durch den Fortfall der Altersermäßigung finanziert, ersatzlos abgeschafft wurde,
 dass Hamburg das einzige Bundesland ohne Altersermäßigung ist,
 dass sich die Kolleginnen und Kollegen durch die bestehende Praxis missachtet und ungerecht behandelt fühlen und
 dass man eine tief greifende Reform nicht gegen einen großen Teil der Hamburger Lehrerschaft durchführen kann.

Mit freundlichen Grüßen


Matthias Oehlrich
Vorsitzender



PS: Der Vorstand des DLH wird dieses Schreiben in Kürze in Form eines offenen Briefes seinen Mitgliedern zuleiten und im Rahmen einer Presseerklärung veröffentlichen.




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