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Die Demonstration am Samstag, dem 19. September
02.09.2009 – Die Demonstration am Samstag, dem 19. September
Die zweite Demonstration gegen die Primarschulpläne des Senats beginnt
um 11.00 Uhr auf dem Gänsemarkt. Wir werden als DLH, wie schon am 18. April, wieder teilnehmen, weil wir
- als Berufsverband unsere Sorgen in Wahrnehmung der Interessen unserer Mitglieder
- und unsere bildungspolitischen Bedenken
deutlich machen möchten.
Der DLH hat als Berufsvertretung einen triftigen Grund, an der Demonstration teilzunehmen: Es ist die Sorge um unsere Kolleginnen und Kollegen, denen neue Reformlasten auf die Schultern gelegt werden, ohne dass begonnene Reformvorhaben zu Ende geführt sind.
Auch genügend junge Kolleginnen und Kollegen, die die Reformlasten mit schultern können, wird es auf Dauer in Hamburg nicht geben: Die Neueinstellungen bis 2015 werden sogar unter dem Bedarf ohne Primarschulreform liegen.
Acht Tage vor der Bundestagswahl kann mit dieser Demonstration noch einmal ein deutliches Zeichen gesetzt werden, denn die Hamburger Bildungspolitik wird bei vielen Hamburger Wählerinnen und Wählern, vor allem Eltern, für ihre Wahlentscheidung von Bedeutung sein. Das zeigte sich bereits deutlich bei der Europawahl, offensichtlich aber noch nicht deutlich genug!
Diese taktischen Überlegungen sind wichtig, wichtiger sind jedoch die folgenden bildungspolitischen Aspekte:
Die Expertenanhörung im Schulausschuss am 2. Juli hat in einer für die Schulsenatorin peinlichen Deutlichkeit offen gelegt, dass es keine wissenschaftliche Begründung für die Überlegenheit der sechsjährigen Primarschule gegenüber dem Zwei-Säulen-Modell aus Grundschule, Stadtteilschule und Gymnasium gibt.
Peinlich vor allem deshalb, weil dies von Prof. Dr. Tillman, dem von der GAL benannten Experten, eingeräumt wurde.
Ein außerordentlich bedeutsamer Grund für die Demonstration ist die mit der linken Hand betriebene, vollständige Abschaffung des Elternwahlrechts, damit sich möglichst niemand der Zwangsbeglückung entziehen kann. Sachlich und pädagogisch gibt es keinen Grund, so zu verfahren.
Deshalb ruft Sie der Vorstand des DLH auf:
Nehmen Sie an der Demonstration teil, investieren Sie einen Teil Ihres freien Sonnabends in Ihre berufliche Zukunft und in die Bildung unserer Kinder (und Enkelkinder).
Bereits am 18. April haben viele von Ihnen an der Demonstration teilgenommen; tragen Sie dazu bei, dass es diesmal noch mehr werden!
Dieter Semprich
Referent für Öffentlichkeitsarbeit im DLH
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