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Das Jahrhundert der Bilder
24.06.2009 –
Kaum ein Zeitabschnitt ist so sehr durch das Bild bestimmt worden wie das 20. Jahrhundert: Foto, Film, Fernsehen und Internet bestimmen unser tägliches Leben. Unser kulturelles Gedächtnis wird mehr und mehr durch visuelle Eindrücke geprägt. Der Flensburger Historiker Gerhard Paul hat das Wagnis unternommen, auf einer Zeitreise von 1900 bis heute eine ?visual history? zu schreiben, die darin besteht, Bildmedien und Bildgattungen zu analysieren, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Entstanden ist ein eindrucksvolles Werk in zwei Bänden, ein Bildatlas mit über 1600 Seiten, mit Bildanalysen von rund 160 Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen:
Das Jahrhundert der Bilder, hrsg. von Gerhard Paul . Band I: 1900 ? 1949 (818 Seiten), Band II:
1949 bis heute. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2008/2009 (geb. Ausgabe); Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung (kartonierte Ausgabe : Bestellnummern 734 und 772 , Preis zusammen ? 16.60, inkl. Porto !)
Wem sind sie nicht vertraut, die Bildikonen des 20. und beginnenden 21. Jhdts.: Der Untergang der Titanic, Soldaten im 1. Weltkrieg, Bilder der ?Machtergreifung?, Lakehurst, Riefenstahls Olympia, Picassos Guernica, Iwo Jima, Flucht und Vertreibung ,Luftbrücke, das Wunder von Bern, die Hündin Laika, Benno Ohnesorg, Che, Mao, My Lai, Willy Brandts Kniefall in Warschau , der Mauerfall und der Terror vom 11.September 2001 ? um nur einige der rund 180 Beiträge zu nennen. Man ist als Leser fasziniert von der Fülle der kenntnisreichen und präzisen Berichte und Analysen , ergänzt durch über 1000 Abbildungen von z.T. seltenen Fotodokumenten aus Archiven weltweit, aber auch aus der umfangreichen Sammlung des Herausgebers Gerhard Paul, aus der sich ohne Zweifel eine attraktive Ausstellung machen ließe. Und: Jeder Leser kann mit diesen beiden Bänden seine eigene Zeitreise machen, seinen individuellen ?Streifzug durch das kulturelle Gedächtnis? der vergangenen über 100 Jahre. Durch die Bereitstellung zu einem sensationellen Preis durch die Bundeszentrale für politische Bildung ist diesem Werk eine große Verbreitung sicher (www.bpb.de).
Helmut P.Hagge
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