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DBB ZU ANTIDISKRIMINIERUNGSSTUDIE: ÖFFENTLICHER DIENST MUSS VORREITER FÜR DISKRIMINIERUNGSFREIE GESE
22.04.2009 –
Der öffentliche Dienst muss nach Auffassung des dbb beamtenbund und
tarifunion Vorreiter für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft sein.
�Wir müssen vormachen, dass es geht und wie es geht�, sagte die stellvertretende
Vorsitzende des gewerkschaftlichen Dachverbandes Kirsten Lühmann am
2. April 2009 mit Blick auf die repräsentative Milieustudie �Diskriminierung
im Alltag�, die am selben Tag von der Leiterin der der Antidiskriminierungsstelle
des Bundes, Martina Köppen, in Berlin vorgestellt wurde.
�Gerade der öffentliche Dienst darf sich dieser gesamtgesellschaftlichen
Aufgabe nicht entziehen�, so Lühmann. �Es geht darum, alle Potenziale
zu nutzen. Wir haben in diesem Bereich noch immer zu wenige Frauen,
vor allem auch in Führungspositionen, und zu wenige Menschen mit Integrationshintergrund.
Und auch wenn der öffentliche Dienst einen um etwa 50 Prozent höheren
Anteil schwerbehinderter Beschäftigter aufweist als andere Branchen,
bleibt auch da noch vieles zu tun.�
Handlungsbedarf sieht Lühmann auch beim Schaffen von barrierefreien
Behörden. �Hier konnte schon vieles erreicht werden. Aber wir müssen
von der Planung eines Verwaltungsneubaus bis zur Gestaltung der Websites
von Ämtern und Behörden sicherstellen, dass die Belange von Menschen
mit Behinderungen angemessen berücksichtigt und sie bei der Nutzung
nicht eingeschränkt werden.� Besonders hob die dbb Vize ferner die
Notwendigkeit hervor, bereits in Kindergärten und Schulen das Thema
Integration besser im Blick zu haben als bisher. �Was hier versäumt
wird, lässt sich nie mehr nachholen. Deshalb führt nach unserer Auffassung
kein Weg an ausreichend integrativen Kindergärten und Schulen vorbei.�
Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass 68 Prozent der Menschen
Gleichbehandlung in der Wirtschaft als einen Wettbewerbsvorteil im
globalisierten Umfeld sehen. Die Arbeit für eine diskriminierungsfreie
Gesellschaft wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Dabei
gehe es weniger um gesetzlichen Regelungsbedarf, als vielmehr um die
Verantwortung von Politik und Wirtschaft.
Redaktion: Cornelia Krüger
Herausgeber: dbb Bundesleitung, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin
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