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Die dritten Klassen und kein Ende

01.04.2009 – Die dritten Klassen und kein Ende

Jetzt sollen die Schulen also bis zum 26. Mai 2009 der Behörde melden, ob die Eltern der jetzigen 3. Klassen ab Sommer 2010 für ihr Kind den Übergang in die Primarschule wünschen.
Bisher war es ja so, dass sich nach der Anmelderunde 2010 erweisen sollte, ob es Eltern gibt, die das wünschen. Das hätte zur Folge gehabt, dass die Schulen ein halbes Jahr vor dem Startschuss noch nicht gewusst hätten, wie es weiter geht.
Nun also geht es mit dem neuesten Schnellschuss andersherum:
Bis zum 26. Mai müssen also die betroffenen Schulen in allen Gremien ihre Meinungsbildung abgeschlossen und die Eltern befragt haben, um dann ggf. ihren Antrag an die BSB zu stellen. Wenn genug Meldungen für zwei Klassen zusammenkommen, kann der Antrag genehmigt werden.
Das ist ein abenteuerlich kurzer Zeitraum für eine solch weit reichende Entscheidung. Aber vielleicht ist das ja beabsichtigt.
Verzweifelt versucht die BSB, die verfahrene Situation in den Griff zu bekommen. Dazu sollen auch die Versprechungen von Vorteilen für diese ersten Primarschulklassen helfen. Die anderen gehen leer aus.
Die Probleme sind mit dieser neuesten Variante jedoch nicht gelöst, sondern nur verschoben:
Was macht eine Schule, deren Antrag genehmigt wurde und deren Eltern es sich nach einem Jahr anders überlegen? Das Votum der Eltern eineinhalb Jahre vor dem Übergang ihres Kindes in die 5. Klasse kann doch rechtlich nicht verbindlich sein!
Und was geschieht mit den betroffenen weiterführenden Schulen, die ebenfalls keine Planungssicherheit mehr haben?
Der ursprüngliche Zeitplan war also so unüberlegt und unausgegoren, dass man sich nun nur noch mit der von der BSB geforderten Zwei-Drittel-Mehrheit der Schulkonferenz an ihn herantrauen darf. Das aber bitte ein bisschen plötzlich!

Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit im DLH, 01.04.09

Anhang
Die dritten Klassen und kein Ende (DLH)

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